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Richtig Belichten bei vorhandenem Licht

Ausgezeichneter Hochzeitsfotograf Salzburg

Belichtungssteuerung bei vorhandenem Licht

Beim Fotografieren mit dem vorhandenen Licht nutzt man den in der Kamera verbauten Belichtungsmesser und stellt diesen auf „korrekte Belichtung“, also Null. Nichts anderes machen im Übrigen die verschiedenen Automatikprogramme.

Von hier aus kann man - und sollte man je nach Situation auch - Anpassungen vornehmen, um die optimale Belichtung für das Motiv zu erhalten. Dieses Thema erkläre ich kurz im Artikel über die Korrekte Belichtung.

Wir können die Belichtung mit vorhandenem Licht mittels drei Einstellungen verändern:

  1. Blende
  2. Belichtungszeit
  3. Empfindlichkeit

Blende

Die Blende regelt mechanisch die Öffnung des Objektivs. Sie beschreibt daher die Öffnung, durch die das Licht durch das Objektiv auf den Sensor fällt. Je größer diese Öffnung ist, desto mehr Licht fällt auf den Sensor, d.h. desto heller ist unser Bild.

Das ist ähnlich einem Wasserhahn. Je größer sein Durchmesser, desto mehr Waser kann auf einmal raus.

Übrigens bedeutet eine kleinere Blendenzahl, z.B. Blende 4, eine größere Blendenöffnung als eine große Blendenzahl, z.B. Blende 11. Warum ist das so verwirrend? Ganz einfach, weil die Blende eigentlich 1:4 heißt. Dieses Verhältnis gibt an, wie oft die Blendenöffnung in die Brennweite des Objektivs passt. Klar, dass dann eine kleinerer Blendenöffnung öfter in die Brennweite hineingeht, als eine große Blendenöffnung.

Neben der Lichtmenge regelt die Blende auch die Schärfentiefe in unseren Bildern.


Belichtungszeit

Die zweite Möglichkeit unsere Belichtung zu beeinflussen ist die Belichtungszeit. Mit dieser steuern wir den Verschluss unserer Kamera. Der Verschluss ist geschlossen und wird nur für die eingestellte Belichtungszeit, z. B. 1/60 Sekunde lang geöffnet.

Wieder ist das vergleichbar mit einem Wasserhahn. Je länger wir den Hahn aufdrehen, desto mehr Wasser fließt hindurch.

Neben der Lichtmenge regelt die Belichtungszeit die Schärfe von Bewegung. Bei der Bewegung gibt es die Bewegung der Kamera (Verwacklung!), sofern sie nicht auf einem Stativ steht und die Bewegung mancher Motive.


Empfindlichkeit

Schließlich regelt die Empfindlichkeit die notwendige Belichtung des Bildsensors und wird als ISO Wert angegeben. Je höher der ISO Wert, desto mehr Rauschen wird erzeugt.


Der Zusammenhang

Abblenden um eine Blende, z.B. von 5,6 auf 8 halbiert die Lichtmenge.
Halbieren der Belichtungszeit, z.B. von 1/125 auf 1/250, halbiert die Lichtmenge.
Verdoppeln der ISO-Zahl, z.B. von 200 auf 400, halbiert die notwendige Lichtmenge.

Verschiedene Kombinationen von Blende, Zeit und Empfindlichkeit erreichen also die gleiche Belichtung.


Das Aber

Allerdings sind nicht alle Kombination nützlich, wenn wir ohne Stativ ein verwacklungsfreies Bild erhalten wollen. Denn sobald wir länger Belichten, bewegen wir innerhalb der Belichtungszeit unsere Kamera so viel, dass wir ein unscharfes Bild produzieren.
Nur wenige können eine Kamera so ruhig halten, dass bei Belichtungszeiten, die länger sind als die benutzte Brennweite, ein verwacklungsfreies Bild entsteht. Unabhängig von der benutzten Brennweite ist eine längere Zeit als 1/60 ohne VR kaum ruhig zu halten.
Natürlich kann, wenn sich das Motiv selbst bewegt, je nach dessen Geschwindigkeit eine kürzere Belichtungszeit geboten sein. Folgende Tabelle ist ein Vorschlag für die längst-mögliche (kürzere Zeiten sind noch sicherer) Belichtungszeit, damit die eigenen Kamerabewegung während der Belichtung nicht zu unscharfen Bildern führt.


Meine Empfehlung lautet daher:

Brennweite

Längste Belichtungszeit

15

1/60

50

1/60

100

1/125

200

1/250


Mein Gedankengang lässt sich wie folgt zusammenfassen:

„Blende je nach gewünschter Schärfentiefe,
Zeit mindestens so kurz wie Brennweite lang,
Empfindlichkeit so niedrig wie möglich.“




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